Wussten Sie, dass die Strombeschaffung an der Strombörse nur ein Viertel Ihrer Energiekosten ausmacht?

Weitere Kostenbestandteile sind Netznutzungs- und Messentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen. Der Gesetzgeber hat verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Industriekunden zu entlasten. Wir bieten Ihnen mehr als Energieeinkauf. Profitieren Sie von unserem umfangreichen Beratungsangebot.

 

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Zusammensetzung der Stromkosten

Zusammensetzung der Stromkosten in 2020 am Beispiel eines mittelständischen Industrieunternehmens

EEG-Umlage

Windpark Mohorn

Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gefördert.

Im Jahr 2020 beträgt die EEG-Umlage 6,756 ct/kWh (netto). Für das Jahr 2019 betrug die EEG-Umlage 6,405 ct/kWh (netto). Gemäß der besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG 2017 können stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der schienengebundene Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen.

Was regelt das EEG?

Mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) verfolgt die deutsche Politik das Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung auf 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025, 55 bis 60 Prozent bis zum Jahr 2035 und mindestens 80 Prozent bis zum Jahr 2050 zu erhöhen.

Das EEG regelt insbesondere den Anschluss- und Einspeisevorrang für Strom aus Erneuerbaren Energien, die Vergütungssätze und die Verteilung der Förderkosten auf die Stromverbraucher durch die EEG-Umlage.

Der Gesetzgeber fördert den Ausbau Erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung durch garantierte Vergütungen. Da diese Vergütungszahlung zumeist höher ist als der an der Strombörse zu erzielende Preis werden die Mehrkosten gemäß EEG auf die Stromverbraucher umgelegt. Alle Energie­versorgungs­unternehmen nehmen diese Aufgabe in Form der Abrechnung der EEG-Umlage bei ihren Kunden war. Damit leisten alle Stromverbraucher einen Beitrag zur Förderung regenerativer Energien.

Weiterführende Informationen

EEG 2017 (ww.gesetze-im-internet.de)

Verordnung zum EEG-Ausgleichsmechanismus (www.gesetze-im-internet.de)

Berechnungen zur EEG-Umlage sowie weitere Informationen der Übertragungsnetzbetreiber (www.netztransparenz.de)

Besondere Ausgleichsregelung

Gemäß der Besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG 2017 können stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und auch der schienengebundene Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen. Voraussetzung ist, dass das Verhältnis der maßgeblichen Stromkosten zum arithmetischen Mittel der Bruttowertschöpfung des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (Stromkostenintensität SKI) mehr als 14 % bzw. 20 % betragen hat und dass das Unternehmen einer Branche nach Liste 1 bzw. Liste 2 der Anlage 4 EEG 2017 zugeordnet ist. Zudem muss das Unternehmen ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem betreiben. Für Schienenbahnen kann die EEG-Umlage auf 20 % begrenzt werden (§ 65 EEG 2017).

Anträge für die Begrenzung der EEG-Umlage für das nächste Jahr müssen bis 30.06. (materielle Ausschlussfrist) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Antragstellung ist ausschließlich online über das Portal ELAN-K2 bei der BAFA möglich. Um an diesem Verfahren zur Nutzung des Online-Portals teilzunehmen, müssen sich antragstellende Unternehmen bei der BAFA registrieren. Die Begrenzung ist immer für ein Jahr gültig.

Für den Stromverbrauch bis 1.000.000 kWh/a ist die volle EEG-Umlage (Selbstbehalt) zu zahlen.

Für den Stromanteil über 1.000.000 kWh/a kann die EEG-Umlage wie folgt begrenzt werden:

Begrenzung auf 20 % (netto) der unbegrenzten EEG-Umlage
Bedingung:

  • Liste 1 Anlage 4 EEG 2017 und Stromkostenintensität mindestens 14 % und weniger als 17 %.

Begrenzung auf 15 % (netto) der unbegrenzten EEG-Umlage
Bedingung:

  • Liste 1 Anlage 4 EEG 2017 und Stromkostenintensität mindestens 17 % oder
  • Liste 2 Anlage 4 EEG 2017 und Stromkostenintensität mindestens 20 %.

Für Unternehmen, bei denen die EEG-Umlage für den Stromanteil über 1 GWh auf 15 % begrenzt wird, wird die für Strommengen über 1 GWh zu zahlende EEG-Umlage in Summe aller begrenzten Abnahmestellen des Unternehmens auf höchstens 0,5 % (wenn Stromkostenintensität, SKI > 20 %)  bzw. 4 % (wenn 17 % < SKI < 20 %) der Bruttowertschöpfung begrenzt. Dies erfolgt nur so weit, dass die von dem Unternehmen zu zahlende EEG-Umlage für den Stromanteil über 1 GWh mindestens 0,1 ct/kWh beträgt bzw. 0,05 ct/kWh (netto) an Verbrauchsstellen, an denen das Unternehmen einer Branche mit der laufenden Nummer 130, 131 oder 132 nach Anlage 3 EEG zuzuordnen ist.

Weiterführende Informationen

EEG 2017 (www.gesetze-im-internet.de)

Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien - Anlage 4 (www.gesetze-im-internet.de)

Informationen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie Zugang zum Online Portal (www.bafa.de)

Dokument zum Download

Statistisches Bundesamt - Ermittlung der Bruttowertschöpfung (PDF, 328 kB)

Stromsteuer

Die Stromsteuer gehört zu den bundeseinheitlich geregelten Verbrauchssteuern und wird auf elektrischen Strom innerhalb des deutschen Steuergebietes erhoben. Die Stromsteuer wird auf die Entnahme von Strom aus dem Versorgungsnetz zum Verbrauch und auf den Verbrauch selbst erzeugten Stroms erhoben und beträgt derzeit 2,05 ct/kWh (netto). Als steuerliche Bemessungsgrundlage legt das Stromsteuerrecht die Megawattstunde (MWh) fest.

Rechtsgrundlagen sind das Stromsteuergesetz (StromStG) und die Stromsteuer-Durchführungsverordnung. Verwaltet wird die Steuer vom Bund und damit den Hauptzollämtern. Die Einnahmen stehen dem Bund zu.

Steuerentlastungen

Die Stromsteuer kann bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen erlassen, erstattet oder vergütet werden. Ein Excel-Berechnungsmodul für die Steuerentlastungen finden Sie auf www.detmold.ihk.de

Ausführliche Informationen zur Versteuerung, den Entlastungsmöglichkeiten und Befreiungen sowie deren Voraussetzungen finden Sie auf www.zoll.de. Des Weiteren finden Sie im Formularcenter des Zoll alle amtlichen Vordrucke und entsprechende Merkblätter.

Spitzenausgleich gilt bis 2022

Der Spitzenausgleich nach §10 StromStG und §55 EnergieStG wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform eingeführt. Ziel des Spitzenausgleichs ist, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland zu erhalten. Die Nachfolgeregelung gilt seit dem 1. Januar 2013 für die nächsten zehn Jahre bis 2022. Die Einstufung in das Produzierende Gewerbe erfolgt nach der vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Klassifizierung der Wirtschaftszweige in der Fassung von 2003 (§ 2 Abs.3 StromStG).

Eine Steuerentlastung wird gewährt, soweit das Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Ausg. 2011) oder Umweltmanagementsystem nach EMAS verfügt.  

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß der Empfehlung 2003/361/EG der EU-Kommission in der jeweils geltenden Fassung) sind bestimmte Vereinfachungen geschaffen worden. Für KMU sieht der Gesetzgeber ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 oder ein sog. alternatives System zur Verbesserung der Energieeffizienz als ausreichend an. Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) und deren Erläuterungen bestimmen näher, welche Anforderungen im Einzelnen erfüllt sein müssen.

Die ENSO bietet Ihnen zur Verbesserung Ihrer Energieeffizienz und zur Einführung des Energiemanagementsystems Beratungsdienstleistungen an.

Weitere Informationen zu Energieeffizienzmaßnahmen.

Weiterführende Informationen

Stromsteuergesetz (www.gesetze-im-internet.de)

Verordnung zur Durchführung des Stromsteuergesetzes (www.gesetze-im-internet.de)

Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (www.gesetze-im-internet.de)

Erläuterung zur Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (www.bmwi.de)

Statistisches Bundesamt "Gliederung der Klassifikation der Wirtschaftszweise, Ausgabe 2003" [PDF, 3,4 MB]

Individuelle Netzentgelte

Umspannwerk Ulberndorf

Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt die Netzentgelte einschließlich der Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen. Danach können Letztverbraucher ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 bzw. 2 StromNEV beantragen.

Ein individuelles Netzentgelt kann beantragt werden, wenn der Höchstlastbeitrag eines Letztverbrauchers vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen aus dieser Netz- oder Umspannebene abweicht.

Darüber hinaus profitieren Unternehmen mit einer Stromabnahme von mind. 10.000.000 kWh und einer Benutzungsstundenanzahl von mehr als 7.000 Stunden im Jahr von einer möglichen Reduzierung der Netzentgelte nach § 19 Absatz 2 StromNEV nach folgender Staffelung:

  1. Mind. 7.000 h/a auf 20 % der Netzentgelte
  2. Mind. 7.500 h/a auf 15 % der Netzentgelte
  3. Mind. 8.000 h/a auf 10 % der Netzentgelte.

Anzeige- und Berichtspflichten: Die Vereinbarung eines individuellen Netzentgelts mit dem Netzbetreiber ist der Bundesnetzagentur bis zum 30.09. des Jahres, für das die Vereinbarung erstmalig Anwendung finden soll, anzuzeigen. Es besteht die Pflicht, die Einhaltung der Kriterien zum 30.06. des Folgejahres nachzuweisen.

Weiterführende Informationen

In­di­vi­du­el­le Netzent­gel­te Strom gem. §19 Strom­NEV (www.bundesnetzagentur.de)

Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (www.gesetze-im-internet.de)

Umlage nach §19 Abs. 2 StromNEV (www.netztransparenz.de)

§ 19 StromNEV-Umlage

Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten finanziert. Die Betreiber von Übertragungsnetzen sind verpflichtet, entgangene Erlöse, die aus individuellen Netzentgelten resultieren, nachgelagerten Betreibern von Elektrizitätsverteilernetzen zu erstatten. Die Übertragungsnetzbetreiber haben diese Zahlungen sowie eigene entgangene Erlöse untereinander auszugleichen. Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte (§ 19 StromNEV-Umlage) anteilig auf alle Letztverbraucher umgelegt.

Für 2020 beträgt die Umlage je Letztverbrauchergruppe (LV-Gruppe):

LV Gruppe A' LV Gruppe B' LV Gruppe C'
0,358 ct/kWh (netto) 0,050 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)

Letztverbrauchergruppe A'

Strommengen von Letztverbrauchern für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Verbrauchsstelle.

Letztverbrauchergruppe B'

Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Verbrauchsstelle 1.000.000 kWh übersteigt, zahlen zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale § 19 StromNEV-Umlage von 0,050 ct/kWh.

Letztverbrauchergruppe C'

Letztverbraucher, die dem produzierenden Gewerbe, dem schienengebundenen Verkehr oder der Eisenbahninfrastruktur zuzuordnen sind  und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 Prozent des Umsatzes überstiegen haben, zahlen für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale § 19 StromNEV-Umlage von 0,025 ct/kWh.

Unternehmen können sich die Letztverbrauchergruppe C' auf Basis des Vorjahres durch einen Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer zertifizieren lassen. Bis 31.03. des Jahres muss das Wirtschaftsprüfertestat an den örtlichen Netzbetreiber gesandt werden.

Weiterführende Informationen

Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (www.gesetze-im-internet.de)

Umlage nach §19 Abs. 2 StromNEV (www.netztransparenz.de)

KWKG-Umlage

Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) fördert Modernisierung, Aus- und Neubau von Kraftwerken, in denen parallel Strom und Nutzwärme erzeugt wird. Ab 01.01.2020 beträgt die KWKG-Umlage 0,226 ct/kWh (netto).

Begrenzungen bei der KWKG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen (§27 KWKG) sind an die Voraussetzungen der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG gekoppelt. Die Begrenzung erfolgt analog EEG-Umlage, aber nur so weit, dass die von dem stromkostenintensiven Unternehmen zu zahlende KWKG-Umlage für den Stromanteil über 1 GWh 0,03 ct/kWh (netto) nicht unterschreitet.

Für Kuppelgasanlagen, Stromspeicher und Schienenbahnen kann die KWKG-Umlage ebenfalls begrenzt werden (§§ 27a, 27b, 27c KWKG).

Offshore-Netzumlage

Mit der Offshore-Netzumlage nach § 17f Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) werden die Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz und Kosten aus der Errichtung und dem Betrieb der Offshore-Anbindungsleitungen abgesichert. Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks werden über die Offshore-Netzumlage bundesweit auf alle Letztverbraucher umgelegt.

2020 beträgt die Offshore-Netzumlage weiterhin 0,416 ct/kWh (netto). Für die Offshore-Netzumlage gelten die gleichen Begrenzungsregeln wie für die KWKG-Umlage (§§ 27 bis 27c KWKG 2017).

Weiterführende Informationen

Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (www.gesetze-im-internet.de)

Offshore-Netzumlage für 2018 nach § 17f EnWG (www.netztransparenz.de)

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße.

Umlage abschaltbare Lasten (AbLaV-Umlage)

Die Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) soll die Stabilisierung der Übertragungsnetze und somit die Versorgungssicherheit fördern. Übertragungsnetzbetreiber entschädigen Anbieter abschaltbarer Lasten dafür, dass sie ihre Stromnachfrage in Hochlastzeiten drosseln oder komplett vom Netz gehen. Die dabei entstehenden Kosten werden mit der AbLaV-Umlage auf alle Letztverbraucher umgelegt. Für 2020 beträgt die AbLaV-Umlage 0,007 ct/kWh (netto). Für das Jahr 2019 betrug die Umlage 0,005 ct/kWh (netto).

Energiesteuer

Die Energiesteuer

Die Energiesteuer gehört zu den bundeseinheitlich geregelten Verbrauchssteuern und wird auf Energieerzeugnisse, die als Kraft- und Heizstoffe innerhalb des deutschen Steuergebiets eingesetzt werden, erhoben. Das sind Energieträger fossiler Herkunft (Mineralöle, Erdgas, Flüssiggase, Steinkohle, Braunkohle, Koks und Schmierstoffe) und nachwachsende Energiearten (Pflanzenöle oder Alkohole).

Die Energiesteuer wird von der Zollverwaltung erhoben. Die Einnahmen fließen dem Bund zu. Rechtsgrundlagen sind das Energiesteuergesetz (EnergieStG) sowie die Energiesteuerdurchführungsverordnung (EnergieStV).

Höhe der Energiesteuer

Die Höhe der Energiesteuer ist in § 2 EnergieStG für unterschiedliche Energieerzeugnisse einzeln festgelegt. Energieerzeugnisse, die dort nicht separat aufgeführt werden unterliegen dem Steuersatz für dasjenige Energieerzeugnis, dem sie nach Beschaffenheit und Verwendungszweck am nächsten stehen (§ 2 Abs. 4 EnergieStG).

Auszug, Besteuerung von Erdgas:

"Reduzierter Regelsteuersatz" bis 31.12.2023 Regulärer Steuersatz ab 01.01.2024 "Heizsteuersatz"*
13,90 €/MWh (netto)
  1,39 ct/kWh (netto)
31,80 €/MWh (netto)
  3,18 ct/kWh (netto)
5,50 €/MWh (netto)
0,55 ct/kWh (netto)

*Steuersatz bei Verwendung von Erdgas zum Heizen, zur Stromerzeugung, in „Begünstigten Anlagen“ (§ 3 EnergieStG)

Steuerentlastungen

Wichtige Steuerentlastungen beinhalten die Regelungen des Energiesteuergesetzes nach

  • § 51 EnergieStG für bestimmte Prozesse und Verfahren,
  • § 53 Abs.1 Nr. 1 EnergieStG für KWK-Anlagen > 2 MW elektr. Nennleistung
  • § 53 Abs. 1 Nr. 2 EnergieStG sowie § 53 EnergieStG für KWK- Anlagen < 2 MW.
  • § 54 EnergieStG für Unternehmen des produzierenden Gewerbes  
  • § 55 EnergieStG als sog. Spitzenausgleich.

Auszug, Steuerentlastungen für Erdgas:

  Steuerentlastung
Steuerentlastung nach § 54 EnergieStG 1,38 EUR/MWh (0,138 ct/kWh) netto
Steuerentlastung nach § 55 EnergieStG 2,28 EUR/MWh (0,228 ct/kWh) netto

Ein Excel-Berechnungsmodul für die Steuerentlastungen finden Sie auf www.detmold.ihk.de

Eine erste Orientierung zur Abschätzung Ihrer Steuerentlastung als Unternehmen des produzierenden Gewerbes* oder der Forst- und Landwirtschaft im Rahmen der Energie- und Stromsteuer finden Sie unter www.energiesteuer.de

Ausführliche Informationen zur Versteuerung, den Entlastungsmöglichkeiten und Befreiungen sowie deren Voraussetzungen finden Sie auf www.zoll.de. Des Weiteren finden Sie im Formularcenter des Zoll alle amtlichen Vordrucke und entsprechende Merkblätter.

Spitzenausgleich wird bis 2022 verlängert

Der sog. Spitzenausgleich nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform im Jahr 1999 eingeführt. Ziel des Spitzenausgleichs ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen in Deutschland zu erhalten. Die Europäische Union hatte diese Regelung bis 2022 genehmigt.

Eine Erstattung wird gewährt, soweit das Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Ausg. 2011)- oder Umweltmanagementsystem nach EMAS verfügt.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß der Empfehlung 2003/361/EG der EU-Kommission in der jeweils geltenden Fassung)) sind bestimmte Vereinfachungen geschaffen worden. Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) und deren Erläuterungen bestimmen näher, welche Anforderungen im Einzelnen erfüllt sein müssen.

Die ENSO bietet Ihnen zur Verbesserung Ihrer Energieeffizienz und zur Einführung des Energiemanagementsystems Beratungsdienstleistungen an.

Weiterführende Informationen

Energiesteuergesetz (www.www.gesetze-im-internet.de)

Energiesteuerdurchführungsverordnung (www.gesetze-im-internet.de)

Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (www.gesetze-im-internet.de)

Erläuterung zur Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (www.bmwi.de)

Bilanzierungsumlage

Die Bilanzierungsumlage dient den Marktgebietsverantwortlichen GASPOOL und NetConnect Germany zur Beschaffung von externer Regelenergie, um physische Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung von Erdgas ausgleichen zu können.

Konvertierungsentgelt

Beim Erdgas werden die Qualitäten L (low) und H (high) unterschieden. H-Gas weist einen höheren Brennwert auf als L-Gas. Für die Umwandlung von H-Gas nach L-Gas und von L-Gas nach H-Gas kann durch die Marktgebietsverantwortlichen ein Konvertierungsentgelt erhoben werden.

Konvertierungsumlage

Die Konvertierungsumlage wird vom Marktgebietsverantwortlichen erhoben, wenn die Kosten der Konvertierung die aus dem Konvertierungsentgelt erzielten Erlöse übersteigen bzw. wenn Residualkosten aus vorhergehenden Geltungszeiträumen vorliegen.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße.